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Impressionen des Landesverbandes

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Distanzreiten im Jugendteam des LV Hannover-Bremen –

ein Erfahrungsbericht über das erste Jahr


Im Februar 2019 ging es endlich los, das neu gegründete Jugendteam Distanzreiten traf sich zu einem ersten Informationstreffen und Kennenlernen bei der Jugendwartin Nicole Röper in Wardböhmen.   Voll motiviert trotzten die Jugendlichen anschließend dem Restwinter und erritten zusammen gerechnet bis zum gemeinsamen Trainingswochenende im März über 2000 km. 

Um das erste große Ziel, den Laxnes Distance Cup für Islandpferde erfolgreich zu meistern, verbrachte das Team ein Trainingswochenende in der schönen Südheide in Lutterloh und ein weiteres auf dem Schanzenhof. Beide boten hervorragende Möglichkeiten für Pferd und Reiter. Die Jugendlichen (alle zwischen 14-24 Jahren) lernten, was zum Distanztraining alles dazu gehören kann: ein wenig Theorie und allgemeine Trainingslehre, Dressurarbeit, Ausdauertraining im Gelände, Kartenlesen (sehr erstaunlich wohin es so manches Team im Wald verschlagen hat  ) ein Ritt mit Tierarztuntersuchung, ein eigenes Sportprogramm und vieles mehr. Kurzum: alle hatten sehr viel Spaß!

Im Mai war es dann soweit. Der erste gemeinsame Distanzritt, der Laxnes. Auf dem Arche Hof Bredland in Blunk war mit sehr viel Liebe an alles gedacht, was Pferd und Reiter zum Wohlfühlen brauchten. Im neuen, schicken Teamoutfit, u.a. gesponsort von Peter Storm (vielen herzlichen Dank dafür!) war das Jugendteam für alle gut erkennbar und sorgte für viel Interesse bei anderen Teilnehmern und Zuschauern.

Nach der Voruntersuchung durch die Tierärztin ging es dann für die Teams auf die 25 km lange Strecke, die sehr abwechslungsreich durch Wald und Wiesen führte und auch zwei Wasserdurchquerungen für die Reiter parat hielt. Wie gut, dass die Jugendlichen auch das mit ihren Pferden geübt hatten, schließlich können einem auf so einem Ritt vielerlei Trolle wie klappernde Brücken, umgestürzte Bäume oder auch einmal Lamas…….begegnen.

Wie gut die Teammitglieder ihre Pferde bereits trainiert hatten, zeigte sich in den Pulskontrollen und Tierarzt-Checks. Alle kamen munter ins Ziel und so mancher wurde bereits mit einer tollen Platzierung belohnt! Welch ein schönes Ergebnis.

Um Abwechslung in das Training zu bringen, verbrachte das Jugend-Distanzteam im Juni dann einen Tag auf dem Geländereitplatz in Ollsen, wo unter Anleitung einer Springtrainerin Wasserdurchritte, Bergauf- und Bergabklettern und die ersten Geländesprünge mutig und mit viel Spaß von Pferd und Reitern absolviert wurden.

Trotz sommerlicher Hitze und Ferienzeit starteten dann einige Reiter des Teams beim Distanzritt in Ströhen, der vom Verein Deutscher Distanzreiter ausgeschrieben und für alle Rassen offen war. Ein 30km langer Pulsritt stand auf dem Plan, bei dem in genau 3 Stunden das Pferd mit den besten Pulswerten ermittelt wurde. Flottes, aber taktisches Reiten und das richtige Kühlen der Pferde vor der Pulskontrolle waren hier wichtige Punkte, um mit guten Werten ins Ziel zu kommen. Auch hier waren alle bestens vorbereitet und Marilen Mumm-Malbranc konnte sogar mit dem 3.Platz einen tollen Elefanten-Pokal des Tierparks in Ströhen entgegen nehmen.

Richtig spannend wurde es noch einmal beim zweiten Laxnes Ritt, der im Rahmen der Vereinsmeisterschaft des IPZV Nord in Hörpel ausgetragen wurde. Wieder waren die Jugendlichen des Team in ihren roten Jacken auch auf der Strecke schon von weitem zu erkennen. Luisa Kiara Kahle setzte alles auf eine Karte und "flog" geradezu über die Strecke, hatte sie mit einer schnellen Zeit doch noch die Chance auf den Gesamtsieg. Leider verlor ihr Pferd unterwegs im tiefen Sand ein Hufeisen und war im Ziel damit nicht mehr in der Wertung. Alle anderen Jugendlichen erreichten mit fitten Pferden das Ziel, kamen ohne Probleme durch den Tierarztcheck und waren mit ihren Platzierungen sehr zufrieden. Bei der anschließenden Verlosung der tollen Preise der Laxnesfarm und Icelandair war dem Team das Losglück hold. Die schnelle Luisa gewann  ein Flugticket nach Island und Raja Hartwig einen Reitgutschein für eine Reittour auf der Laxnes Horsefarm auf Island. 

Nach verdienten Ferien gab es dann im Herbst noch ein tolles Angebot. Gemeinsam mit dem Jugendkader und dem Sportkader des Landesverbandes nahmen viele das Angebot eines Einstiegs in das  Mentraltraining bei der sehr erfahrenen Sportpsychologin Gaby Bussmann wahr, welches im kommenden Februar noch vertieft werden soll.

Zu guter Letzt ging es zum Saisonabschluss für einige Teammitglieder erneut zu einem Distanzritt des VDD in der Nähe von Visselhövede. Schon fast im Winterpelz, aber zum Glück bei kühlen Temperaturen genossen alle den flotten Ritt durch die wunderschöne Herbstlandschaft. Gleich zwei der Isländer kamen mit einem richtig guten Puls von 52 Schlägen im Ziel der 28km langen Strecke an und hätten sofort auf 40 km aufstocken und weiter reiten können. Aber alle beschlossen, dass die Pferde für diese Saison genug geleistet haben und beendeten den Ritt mit einer positiven Beurteilung durch den Tierarzt.

Was für ein tolles erstes Jahr! Einige werden sich im nächsten Jahr sicher bald an die 40 km und dann vielleicht auch schon 60km Strecke heranwagen, andere gerne noch eine Saison auf den kurzen Strecken Erfahrungen sammeln. Sicher ist aber in jedem Fall:  es gibt wieder ein buntes Angebot an verschiedenen Trainingsmöglichkeiten und betreuten Distanzritten mit hoffentlich viel Spaß für Reiter und Pferde.



Das Team freut sich auf weitere Mitglieder! Wer also zwischen 14 und 24 Jahre alt ist und Lust hat mit anderen Jugendlichen gemeinsam erste Distanzerfahrung zu sammeln ist herzlich willkommen und meldet sich am besten bei der Jugendwartin des Landesverbandes Hannover-Bremen unter jugendwart@ipzvhb.de

Aktives Wochenende für Jugendkader und Sportkader des Landesverbandes


Am letzten Wochenende traf sich der Jugendkader, um sich ausgiebig auf die Pferd&Jagd 2019 vorzubereiten. Auch in diesem Jahr werden einige jugendliche Mitglieder des Landesverbandes wieder mit ihren Pferden auf die Pferdemesse in Hannover fahren. Tagesshow- und MIMAMO- Program wurden Samstag und Sonntag fleißig geübt. Wir sind gespannt wie das Programm bei den Messegästen Anfang Dezember ankommen wird!

Am Sonntag fand zusätzlich eine Einführung in das Mentale-Training durch Frau Gaby Bussmann statt. Hier zu gesellten sich auch einige Mitglieder des Sportkaders. "Jung" und "Älter" waren von den Ersten Eindrücken so begeistert das diese andere Art von Training im Januar und Februar fortgesetzt wird.

Mit dem Motto: "vom Reiter zum Atlethen" werden körperliche Leistungen von Pferd und Reiter mit Mentaler-Stärke in einklang gebracht. Alle Teilnehmer konnten schon aus dem ersten Treffen schon einiges an Informationen und Strategien mit nach Hause nehmen.

Gandur Islandpferdefreunde empfangen WM-Stafette

Am Montag, den 22.07., durften die Gandur Islandpferdefreunde die WM-Stafette auf dem Islandpferdehof Sunnebarge in Empfang nehmen. Am Nachmittag machten sich sieben Reiter von Sunnebarge auf den Weg, um den Stafettenreitern entgegenzureiten und sie so schon im Gelände zu begrüßen. Diese hatten bereits eine Strecke von rund 30 Kilometern hinter sich. Gemeinsam ging es dann noch eine Runde um den Hasselkampsee. Am Hof angekommen, warteten schon weitere Islandpferdefreunde und andere Interessierte, um Alle zu begrüßen. Es gab Sekt und Grußworte für die Reiter und Leckerlietüten für die Pferde. Außerdem nahm Thomas Schellhorn, Vorsitzender des Vereins, den Stafettenstab an sich, um ihn am nächsten Morgen an die Reiter der folgenden Etappe in Richtung Wolfsburg weiterzureichen.

Nachdem alle Pferde versorgt waren, konnte das gemeinsame Burgeressen losgehen, gefolgt vom Scheunenkino mit selbstgemachtem Popcorn und bunten Tüten - auf Strohballen sitzend wurde in gemütlicher Runde „Die Mädels vom Immenhof” aus den 1950er Jahren geschaut.

Es war ein toller Nachmittag und Abend. Der Gandur IPF e.V. wünscht allen Pferden, Reitern und Beteiligten auch weiterhin einen tollen Ritt und eine unvergessliche Zeit!

Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande, des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Herrn Udo Rauhaus

Am 7.3.2019 wurde unserem, ehemaligen ersten Vorsitzenden Udo Rauhaus das Verdienstkreuz am Bande, der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen für hervorragende Leistungen für das Gemeinwesen.  

Es ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Der Bundespräsident Theodor Heuss hat diesen Orden im Jahr 1951 ins Leben gerufen. Seit nunmehr 68 Jahren haben rund 260.00 namenhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie zahllose Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem direkten Umfeld politisch oder sozial wirkten, diese höchste Anerkennung erhalten, die unser Land verleihen kann.

Am Tag der Verleihung hielten der Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg Klaus Mohrs, der Präsident des IPZV’s Ulrich Döing, die 2.Vorsitzdende des Ortsvereins Fákur Wolfsburg e.V. Karin Buschmann und der Ortsbürgermeister  Marco Meiners aus Hattorf/Heiligendorf themenbezogenen Reden in denen das Engagement und die gemeinnützlichen Tätigkeiten von Herrn Rauhaus beschrieben und gelobt wurden.

Mit Häppchen, Sektempfang und musikalischer Begleitung wurde der Abend abgerundet. In seinen Dankesworten, bedankte sich Udo Rauhaus bei allen menschen die zur Verleihung erschienen waren und bei denen die ihn in allem unterstützt haben. Und beschrieb seine Verdienste mit eigenen Worten, und resümierte das er die 45 Jahre in Heiligendorf viele Dinge bewirkt habe, die über das reguläre tägliche Leben und Arbeiten eines menschen hinausgehen. Mit folgenden, nachklingenden Statement beendete der Empfänger des Ordens seine Danksagung:

„Die Ansicht eines Menschen allein macht noch kein Bundesverdienstkreuz. Deshalb danke ich auch allen anderen „Heinzelmännchen“, die im Hintergrund, ohne dass ich es weiß, gutes Zeugnis über mich und mein Tun abgelegt haben.“


Auch der Landesverband gratuliert herzlich zu dieser außerordentlichen Auszeichnung!

Ein Wochenende für Körper, Geist und Seele - gemeinsam mit Pferden - DAS ist eine Erfahrung!

                                                 Auf dem Islandpferdehof Oheblick                 Von Nathalie Leonie Grahlmann












Reiten, Bewegen, Entspannen, Fühlen, Lachen und am Ende „einfach nur sein“. Das war das Ergebnis von einem Wochenende. Einem Wochenende kurz nach den Herbstferien, eine Zeit in der die Schule voll mit Klassenarbeiten ist und auch fast schon wieder kurz vor dem alljährlichen Weihnachtstrubel. Umso schöner war es, dass wir alle mal durchatmen konnten. Am 19.10., einem Freitag, trafen wir uns gegen 18 Uhr im YogaLution Institut in Bad Salzdetfurth, direkt in der Natur gelegen, zwischen Feldern und einem Wald. Alleine das fühlte sich schon an, wie in den Urlaub zu fahren. Wir, das waren eine Gruppe von acht Jugendlichen und Erwachsenen und Jana Shankari Eiselt, die dieses wunderbare Reit-Yoga-Wochenende geplant und geleitet hat und Dagmar Eiselt, der der schöne Islandpferdehof Oheblick in Wehrstedt gehört. Am Sonntag, den 21.10.2018 war das sinnliche Wochenende leider schon wieder vorbei, aber wir haben viele einzigartige Momente erlebt und eine ganze Menge Kraft gesammelt.

Langsam kommen alle am YogaLution Institut an. Die ersten gehen schon einmal in den hellen, freundlichen und Ruhe ausstrahlenden Raum, wo die Aerialyoga Tücher schon hängen und die Matten farblich passend zu den intensiv gefärbten Tüchern bereit liegen. Als dann alle versammelt waren, fing Jana mit der Yogastunde an. Das klingt jetzt wie eine Unterrichtstunde, hat sich aber ganz anders angefühlt. Jana hat uns verschiedenste Übungen erklärt und vorgeführt, ist herum gegangen und hat zur Not noch einmal kurz geholfen. Als wir dann Vertrauen ins Tuch gewonnen hatten, hingen wir plötzlich tatsächlich kopfüber im Tuch und haben auch unsere Hände freigehabt, um uns beim Schaukeln über Kopf noch einmal eine extra Portion Schwung zu holen. Es war ein Fliegen, Hängen, Schweben und Entspannen. Es war ein Gefühl von Geborgenheit, das die Tücher - gepaart mit den Übungen von Jana - uns gaben. Ein Gefühl von Freiheit, ein Gefühl von Leichtigkeit, wie man es selten so erlebt. Die Zeit verging wie im Flug. Nach der Schlussentspannung haben wir noch versucht ein Mantra zu singen, was ohne Text gar nicht so leicht war. Wir haben einem Gong nachgespürt und uns zusammen in Handstände, Kopfstände und in die Krähe, eine Yogaposition ähnlich einem Handstand allerdings nicht gestreckt, gewagt. Mit der Aussicht auf ein leckeres, gemütliches Abendessen mit Wraps machten wir uns dann, schon im Dunkeln, auf den Weg zum Hof. Nach dem wir den Abend mit einem schönen Film in unserem Mehrbettzimmer mit Schlafboden ausklingen lassen haben, sind wir morgens recht früh aufgestanden und haben als erstes Yoga gemacht, um frisch und kraftvoll in den Tag zu starten. Der Raum duftete schön, da Jana schon geräuchert hatte. Sowohl am Samstag, als auch am Sonntag starteten wir den Tag mit diesem schönen Ritual. Danach frühstückten wir von dem bunten, frischen Buffet. Es gab alles von Joghurt (auch vegan), Müsli, Obst,  Brötchen, Brot bis Wraps. Unseren Durst stillten wir mit warmem Tee, Kakao, Wasser, Säften und Schorlen. An nichts hat es an dem schönen und liebevollen Buffet gefehlt. Nach der morgendlichen Stärkung, überlegten wir, was jeder gern mit seinem Partner – dem Pferd – an diesem Wochenende erleben möchte. Davon abhängig bildeten wir dann Gruppen von maximal drei Personen und fingen an, die Pferde in den Tag mit einzubeziehen.  Jana gab allen Tipps und Korrekturen, wie wir noch besser mit dem Pferd kommunizieren können und hat uns immer wieder klar gemacht, worum es geht. Wichtig ist, dem Pferd ruhig zu erklären was wir meinen. Wenn wenn es nicht so harmonierte, haben wir meistens dem Pferd nicht klar vermittelt, was wir wollen. Die Ruhe, die Jana in den Unterricht mitbrachte, strahlte auf uns und von uns auf die Pferde. Dies schaffte eine sehr friedliche und harmonische Atmosphäre, so dass es am Ende für jeden eine Bereicherung war. Ein Zitat habe ich noch im Kopf aus einer von Janas Stunden: „Schupsen, Zupfen, Bein benutzen“. Es geht nicht darum am Zügel zu ziehen, sondern darum, mit kleinen und zarten Bewegungen dem Pferd deutlich zu machen, was man für Vorstellungen im Kopf hat. Ganz nach Janas Prinzip, welches sie uns immer wieder näher bringen möchte: „So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich“. Da wir das ganze Wochenende größtenteils mit demselben Pferd verbracht haben, wuchs die Bindung und alles lief immer flüssiger. Sogar die Theorie hat Spaß gemacht. Nachdem wir gemütlich gegessen hatten, hat Jana mit uns über die Skala der Dressurmäßigen Ausbildung gesprochen. Dabei hatten wir so viel Spaß, dass es uns gar nicht vorkam wie eine Theoriestunde und dennoch oder gerade deshalb konnten wir daraus alle etwas mitnehmen.

Zum Abschluss gingen wir alle am Sonntagnachmittag in Kleingruppen ausreiten. Ich selbst hatte einen wunderschönen Ausritt zu viert, wenn man die beiden liebenswerten Pferde hinzuzählt. Wir ritten durch den schönen Wald, direkt hinter den Feldern, die an den Hof grenzen. Wir haben einen neuen Weg ausprobiert und sahen die anderen durch die Bäume hindurch oder sind ihnen auf dem Weg entgegen geritten. Mit dem Ausritt hatten wir am Ende noch eine schöne entspannte Abwechslung zu der teils sehr intensiven Zeit auf dem Reitplatz oder im Roundpen. Der Ausritt war ein gelungener Abschluss, wo es darum ging, einfach mal zu entspannen, keine Verpflichtungen zu haben und „mit den Pferden und den anderen zu sein“.